Berufspendler im Ruhrgebiet brauchen in diesen Wochen starke Nerven. Wer mit öffentlichen Verkehrsmitteln von Essen nach Düsseldorf fährt, kommt nur noch langsam per S-Bahn-Linie 6 mit Umweg über Ratingen voran. Auf der Autobahn sieht es nicht besser aus.
Ein Schaden an der Ruhrtalbrücke führt zur Sperrung der A52 in Richtung Essen. Dieser Fall weckt Erinnerungen an die erst im Dezember, nach vier Jahren Sperrung, wieder freigegebene Rahmedetalbrücke bei Lüdenscheid. Dazu Klaus Esser, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion NRW:
„Marode Brücken sind in NRW keine Einzelfälle. Jahrelang haben Landesregierungen die Verkehrsinfrastruktur massiv vernachlässigt, in zahlreichen Fällen geht es dabei längst nicht mehr um Sanierungen, sondern um Abriss und Neubau.
Und das in einer Zeit, in der es öffentlichen Haushalten nicht nur an Geld, sondern auch an Fachkräften in der Baubranche fehlt. Nachhaltige Verkehrspolitik investiert nicht erst, wenn Straßen und Schienen bereits verfallen.“