Regierung muss Epstein-Akten zur Chefsache machen!

Die sogenannten Epstein-Akten eröffnen einen tiefen Blick in menschliche Abgründe von Pädophilie, Menschenhandel und Sexualverbrechen. Namen zahlreicher Prominenter, darunter Spitzenpolitiker und weitere Personen des öffentlichen Lebens, tauchen in Ermittlungsakten um den mittlerweile toten Sexualverbrecher Jeffrey Epstein auf. Justizbehörden rund um den Globus beschäftigen sich aktiv mit Hintermännern und Mittätern. Auffällig zurückhaltend zeigt sich allerdings die NRW-Landesregierung, kritisiert Zacharias Schalley, kinder- und jugendpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion NRW:

„Wir wollten von der Landesregierung genau wissen, ob Erkenntnisse zu Personen oder Organisationen aus NRW mit Verbindungen zu Jeffrey Epstein und seinem Pädophilen-Netzwerk vorliegen (Drs. 18/17851) – insbesondere mit Blick auf ehemalige oder aktuelle Mandatsträger, Mitglieder der Landesregierung sowie Beschäftigte von Landesbehörden. Die Antwort von Innenminister Herbert Reul (CDU) fiel jedoch bemerkenswert dünn aus.

Offenbar wartet man lediglich auf Hinweise und will mögliche Erkenntnisse in Ermittlungen einbeziehen. Diese Antwort klingt nicht danach, dass man sich in der Landesregierung wirklich aktiv mit dem wohl größten Missbrauchsskandal der jüngeren Zeit beschäftigt. Allein der Umstand, dass Epstein Kontakte unter anderem zu deutschen Unternehmen pflegte, sollte auch in NRW alle Alarmglocken schrillen lassen. Die Landesregierung muss alle vorliegenden Akten im Fall Epstein vollumfänglich prüfen und jedem Detail mit Bezug zu NRW umfassend nachgehen.“

 

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