Caritas-Vorstoß birgt Sprengkraft

Der Caritasverband Salzgitter hat einer Mitarbeiterin wegen ihrer AfD-Kandidatur gekündigt. In der Begründung erklärt der Verband jedes aktive Eintreten für die AfD für unvereinbar mit Kirche und Caritas – ohne Begrenzung auf eine bestimmte Tätigkeit, ohne Parteimitgliedschaft, ohne persönliches Fehlverhalten im Dienst.

Der Anwalt der Betroffenen warnt, dass die hier angelegte Logik, zu Ende gedacht, auch Bewohner, Besucher oder betreute Kinder in Einrichtungen der Caritas sanktionieren könnte, sobald sie selbst oder ihre Angehörigen die AfD in irgendeiner Weise unterstützen.

Dazu Dr. Martin Vincentz, Vorsitzender und gesundheitspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Landtag NRW:

„Die Eskalation der Caritas Salzgitter bedeutet in letzter Konsequenz: AfD-Anhänger dürfen ihre Eltern nicht mehr im Heim besuchen und ihre Kinder nicht mehr in die Kita geben. Ich frage die Caritas NRW: Ist das christlich? Ich fordere sie auf, sich von diesem Kurs zu distanzieren und dafür zu sorgen, dass in allen Einrichtungen der Caritas in NRW die christlichen Werte und die geltenden Gesetze geachtet werden.“

 

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