Armin Laschet, ehemals Ministerpräsident des Landes NRW, hat wirklich immer eine Ausrede parat. In der Aachener Innenstadt wurde der CDU-Politiker im vergangenen Jahr mit fast 100 km/h in der 50er-Zone geblitzt.
Seine Erklärung: Er habe sich „verfolgt“ gefühlt und deshalb an der Ampel „Vollgas“ gegeben. Sprich: „Die anderen“ sind schuld, nur Armin Laschet selbst nicht.
Weil die vermeintlichen Verfolger nicht identifiziert werden konnten, gab Laschet nach anfänglichem Widerstand später klein bei und bezahlte die Geldbuße. Einsicht zeigte er dennoch nicht:
„Zu schnell fahren kann passieren, sollte es aber nicht. Zum Glück wurde hier niemand gefährdet – jedenfalls nicht durch mich.“ Wie bitte? Wer mit 100 km/h durch die Stadt rast, soll niemanden gefährden? Eine eigenwillige Interpretation.
Politisch hat Laschet noch viel vor. Derzeit wird er als Kandidat für das Amt des Außenministers gehandelt. Erst kürzlich reiste er mit Annalena Baerbock nach Syrien. Bei dem Besuch wurden die Förderung des Regimes von Abu Mohammed al-Dschulani diskutiert. Auch hier geht es also mit Vollgas ins Desaster. Auf die Erklärung für dieses „Missgeschick“ darf man gespannt sein – spätestens wenn’s schief geht.
Für uns ist klar: Ein Politiker, der sich weder an Verkehrsregeln noch an politische Prinzipien hält, ist für kein Amt geeignet – schon gar nicht für das Außenministerium! Statt sich erneut ins Rampenlicht zu drängen, sollte Laschet über den politischen Ruhestand nachdenken. Er und die CDU in NRW-Landtag, die er aufgebaut hat, haben wahrlich genug Schaden angerichtet.