Stau-Prognose 2024 mit Blick auf das Ausmaß der Staus auf Bundes- und Landesstraßen in NRW 2023

Kleine Anfrage
vom 23.01.2024

Kleine Anfrage 3193

des Abgeordneten Klaus Esser AfD

Stau-Prognose 2024 mit Blick auf das Ausmaß der Staus auf Bundes- und Landesstraßen in NRW 2023

Erwartungsgemäß hatte der geplante Ersatz maroder Brücken den Verkehrsfluss 2022 und 2023 nicht nur im über 2200 Kilometer langen nordrhein-westfälischen Autobahnnetz stark beeinträchtigt – auch Bundes- und Landesstraßen im Verantwortungsbereich des NRW-Verkehrsminister waren starken Verkehrsbelastungen ausgesetzt. Entsprechende Prognosen wurden damals kurz medial umrissen, ohne jedoch die Situationen auf Landesstraßen in den Fokus zu rücken.1 Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW) ist mit dem Großteil der Bundes- und Landesstraßen in NRW befasst. Auch der ADAC befasst sich regelmäßig mit dem „Stauland Nummer eins“ Nordrhein-Westfalen: „Mehr als ein Drittel aller Stauereignisse (33,72 Prozent) entfielen 2022 auf NRW (2021: 32 Prozent). Auch bei den Staukilometern (29,1 Prozent) und Staustunden (31,3 Prozent) hatte Nordrhein-Westfalen unverändert den größten Anteil im bundesweiten Vergleich.“2

Ich frage daher die Landesregierung:

  1. Welche Prognose hat Straßen.NRW für die Stauentwicklung auf Bundes- und Landesstraßen 2024 im eigenen Verantwortungsbereich?
  2. Welche zehn Bundes- und Landesstraßen im Verantwortungsbereich von Straßen.NRW hatten im Jahresdurchschnitt die höchste Staubelastung in 2023?
  3. Warum werden trotz klarer Hinweise zur Nichtzuständigkeit von Straßen.NRW für die Autobahnen in NRW umfassende Angaben zur Nutzung von NRW-Autobahnen auf der Webseite der Behörde getätigt und zugleich keine neueren Informationen zu Verkehrsdaten auf Bundes- und Landesstraßen angeboten, die im Verantwortungsbereich von Straßen.NRW3 liegen?
  4. Im Zuge der bundesweiten Straßenverkehrszählung wurden u. a. 2021 im Zuständigkeitsbereich von Straßen.NRW Verkehrsdaten an rund 7.000 Zählstellen auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen erhoben. Sind diese Zählungen angesichts eines zunehmenden Verkehrsinfarkts infolge verschleppter Sanierungen von Straßen und Brücken sinnvoll, um die Verkehrslage in NRW auch nur ansatzweise vollständig im zeitlichen Zusammenhang erfassen zu können?
  5. Welche Rückschlüsse zieht die Landesregierung aus den Staus auf Bundes- und
    Landesstraßen des vergangenen Jahres in NRW?

Klaus Esser

 

MMD18-7851

 

1 https://www1.wdr.de/nachrichten/nrw/stau-risiko-100.html

2 https://presse.adac.de/regionalclubs/nordrhein-westfalen/adac-staubilanz-2022-nrw.html

3 https://www.strassen.nrw.de/de/verkehrsdaten.html

Beteiligte:
Klaus Esser