Am heutigen 16.07.2018 besuchten unser parlamentarischer Geschäftsführer Andreas Keith und der gesundheitspolitische Sprecher der Fraktion, Dr. Martin Vincentz, zusammen mit einigen Mitarbeitern das Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD), das wegen der dort stattfindenden Verdi-Streiks gerade in die Schlagzeilen geraten ist.
Das UKD nimmt pro Jahr ca. 50.000 Patienten stationär auf und behandelt etwa 280.000 Patienten ambulant, letztere Zahl mit steigender Tendenz. Die durch Verdi iniziierten Streiks setzen Klinikum und Patienten stark zu, die Einschränkungen im Klinikbetrieb sind enorm. So wird u.a. die Liste der zu operierenden Personen immer länger.
Längst nicht alle Angestellten heißen die Aktionen von Verdi daher für gut. Und es stellt sich zudem die Frage, ob die Klinikleitung überhaupt der richtige Ansprechpartner für das Pflegepersonal ist, welches die Misstände im Pflegebereich vollkommen zu Recht beklagt. Vielleicht war deren Demonstration am 12.06.2018 vor dem Landtag doch an der richtigeren Adresse.
Die Hauptsorgen der Klinikleitung neben dem Personalmanagement sind nämlich nicht neu und die gleichen wie die nahezu jeden Klinikums: Die Instandhaltung und Renovierung der teils stark überalterten Bauten (das älteste Gebäude ist von 1902!), die kaum noch zu bewältigende Bürokratie und – wer hätte das gedacht – die Digitalisierung. Da bindet die Umsetzung der DSGVO gerade zusätzlich wichtige Ressourcen.
Dass gezielt Pflegekräfte aus Spanien und Ungarn angeworben werden, die nach einem Sprachkurs eingesetzt werden sollen, sagt hingegen einiges über die mangelnden Pflegekräfte aus und der Flyer über den „Umgang mit Gewalt an Mitarbeiterinnnen und Mitarbeitern spricht wohl auch für sich.
Die Erkenntnisse, die Andreas Keith und Dr. Vincentz bei ihrem Besuch gewinnen konnten, werden jedenfalls helfen, die politische Debatte zu diesem Themenkomplex jenseits rotgrüner Fantastereien wieder sachlicher und lösungsorientierter zu gestalten.