Kleine Anfrage 3201des Abgeordneten Thomas Röckemann vom 26.11.2019
Islamisierung durch Eheschließung in Nordrhein-Westfalen
Nach aktuellen Miteilungen will die Türkei angebliche sog. IS-Frauen nach Deutschland abschieben. Diese deutschen Frauen haben islamische Männer geheiratet und sind zum Islam konvertiert.
Ich frage daher die Landesregierung:
1. Wie viele Ehen zwischen Muslimen und Deutschen wurden in Nordrhein-Westfalen in den Jahren 2016 bis 2019 geschlossen?
2. Bei wie vielen dieser geschlossenen Ehen konvertierte ein Ehepartner zum Islam?
3. Bei wie vielen dieser geschlossenen Ehen konvertierte ein Ehepartner zu einer christlichen Religion?
4. Wie verteilt sich die Anzahl der konvertierten Ehepartner auf Männer und Frauen?
Thomas Röckemann
Nachfolgend die Antwort der Landesregierung, verfasst am 12.12.2019
Der Minister des Innern hat die Kleine Anfrage 3201 mit Schreiben vom 12. Dezember 2019 namens der Landesregierung im Einvernehmen mit dem Minister für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration beantwortet.
1. Wie viele Ehen zwischen Muslimen und Deutschen wurden in Nordrhein-Westfalen in den Jahren 2016 bis 2019 geschlossen?
2. Bei wie vielen dieser geschlossenen Ehen konvertierte ein Ehepartner zum Islam?
3. Bei wie vielen dieser geschlossenen Ehen konvertierte ein Ehepartner zu einer christlichen Religion?
4. Wie verteilt sich die Anzahl der konvertierten Ehepartner auf Männer und Frauen?
Die Fragen 1 bis 4 werden wegen des Sachzusammenhangs gemeinsam beantwortet.
Der Landesregierung liegen zu den aufgeworfenen Fragen keine Daten vor.
Die thematisch relevante Datenquelle, die bei IT.NRW – Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen – geführte Statistik der vor den nordrhein-westfälischen Standesämtern erfolgten Eheschließungen, sieht in ihrer Gesetzesgrundlage (vgl. § 2 Bevölkerungsstatistikgesetz) keine Erhebung des Merkmals Religionszugehörigkeit vor.