Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) bekommt die Quittung für seine gescheiterte Verkehrs- und Infrastrukturpolitik nun schwarz auf weiß von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) serviert. Die Bonner Nordbrücke wird vor dem Hintergrund ihres desolaten Zustands nicht wieder für den Auto- und Schwerlastverkehr geöffnet.
Eine Sperrung erfolgte zuvor am 3. Juni vorsorglich für Kraftfahrzeugverkehr; als Begründung nennt die Autobahn GmbH strukturelle Schäden am Tragwerk der linksrheinischen Vorlandbrücke.
Dazu Klaus Esser, verkehrspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion NRW:
„Nach aktuellen Erkenntnissen muss die linksrheinische Brückenhälfte neu gebaut werden. Das ist ein verkehrspolitisches Fiasko, denn bis Ende 2028 geht dort voraussichtlich nichts mehr. Lediglich Fußgänger und Radfahrer können die Brücke weiterhin nutzen. Die Sperrung trifft besonders Pendler; viele Autofahrer werden mutmaßlich auf den Kölner Ring ausweichen, wo das Verkehrssystem bereits am Limit ist.
Für die Landesregierung ist dieser Fall besonders brisant, schließlich verantwortete Hendrik Wüst zuvor selbst das Verkehrsministerium. Priorität für die Verkehrsinfrastruktur muss sich nicht nur im kommenden Landeshaushalt, sondern auch in deutlich mehr Tempo bei der Umsetzung von Baumaßnahmen widerspiegeln.