Bildungsbericht 2026 dokumentiert weiteren Leistungsabfall – AfD kritisiert falsche Prioritäten in der Bildungspolitik

Der am 15. Juni veröffentlichte Bildungsbericht 2026 bestätigt den seit Jahren anhaltenden Abwärtstrend im deutschen Bildungssystem. Besonders alarmierend ist der Leistungsabfall bei Neuntklässlern in Mathematik und den naturwissenschaftlichen Fächern. Nordrhein-Westfalen rangiert dabei im Ländervergleich unter den vier Schlusslichtern.

Trotz 347 Maßnahmen auf Länderebene und 13 auf Bundesebene in den Jahren 2024 bis 2026 bleiben herkunftsbedingte Bildungsungleichheiten laut Bericht bestehen. Während sämtliche Parteien die Beseitigung sozioökonomischer Herkunftseffekte zum Kern ihrer Bildungspolitik machen, sieht die AfD-Fraktion die Ursachen für den Niedergang des deutschen Bildungssystems in anderen Faktoren.

Dazu erklärt der bildungspolitische Sprecher der AfD, Dr. Christian Blex:

„Bildungsgerechtigkeit bedeutet, jedem Einzelnen die bestmögliche Entfaltung seiner individuellen Fähigkeiten zu ermöglichen – nicht dem Phantom von Bildungsgleichheit hinterherzujagen. Wir brauchen ein dezidiert mehrgliedriges und durchlässiges Schulsystem und relativ leistungshomogene Lerngruppen.“

Der Abgeordnete Carlo Clemens, Fraktionssprecher in der Enquetekommission „Chancengleichheit in der Bildung“, die von 2023 bis 2025 tagte, ergänzt:

„Es gilt, bestehende und bewährte Kompensationsmaßnahmen abzusichern, auszubauen und behutsam weiterzuentwickeln. Doch Schule ist kein Vehikel für Sozialpolitik. Das Leistungsprinzip ist unverhandelbar. Die Senkung von Anforderungsniveaus, Noteninflation, Einheitsschulen und fehlgeleitete Inklusion, die auf den Abbau von spezialisierten Förderschulen abzielt, lehnen wir ab.“

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