Die neuesten Zahlen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind alarmierend: Allein im Juni 2026 kamen in Nordrhein-Westfalen 22 Menschen beim Baden ums Leben – mehr als in jedem anderen Bundesland.
Dazu erklärt der sportpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion NRW, Andreas Keith:
„Diese Entwicklung kommt keineswegs überraschend. Seit Jahren warnen DLRG, Schwimmverbände und Rettungskräfte davor, dass immer mehr Kinder die Schule verlassen, ohne sicher schwimmen zu können. Gleichzeitig sind in Nordrhein-Westfalen über Jahrzehnte hinweg Hallen- und Lehrschwimmbäder geschlossen oder vernachlässigt worden. Das Ergebnis dieser politischen Versäumnisse sehen wir heute auf erschreckende Weise.“
Leider hat das Bädersterben die Landespolitik über Jahrzehnte kaum interessiert. Statt frühzeitig gegenzusteuern und den Erhalt kommunaler Schwimmbäder dauerhaft zu sichern, sind notwendige Investitionen immer weiter aufgeschoben worden. Die sogenannte Sportmilliarde des Bundes ist bereits mehrfach überzeichnet. Damit ist absehbar, dass der tatsächliche Investitions- und Sanierungsbedarf bei Weitem nicht gedeckt werden kann.
„Die Sportmilliarde löst das strukturelle Problem nicht“, erklärt Andreas Keith. „Schon jetzt übersteigt der Bedarf die verfügbaren Mittel um ein Vielfaches. Nach Auslaufen der Förderung werden marode Schwimmbäder und fehlende Wasserflächen wieder genauso auf der politischen Tagesordnung stehen wie heute. Nordrhein-Westfalen braucht deshalb eine dauerhafte und verlässliche Strategie zum Erhalt seiner Schwimmbäder.“
Der sportpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion fordert deshalb die Landesregierung auf, eine landesweite Präventionsstrategie gegen tödliche Badeunfälle vorzulegen: „Für uns zählen dazu insbesondere die nachhaltige Stärkung des Schulschwimmens, der langfristige Erhalt kommunaler Hallen- und Lehrschwimmbäder, eine systematische Erhebung der Schwimmfähigkeit am Ende der Grundschulzeit sowie eine breit angelegte Aufklärung über die Gefahren des Badens in Flüssen, Kanälen und unbewachten Gewässern.“