Die Universität Münster feiert die Eröffnung der europaweit ersten Islamisch-Theologischen Fakultät am 1. Juli 2026, finanziert mit Mitteln des Landes NRW.
Vorgänger des neuen Fachbereichs in Münster ist das Münsteraner Zentrum für Islamische Theologie, eines von sieben solchen über Deutschland verteilten Zentren und Instituten. Deren Etablierung wurde teils seit 2011 von Bund und Ländern gefördert mit dem Ziel der „Beheimatung des Islams“.
Gleichzeitig steht die Universität Münster unter Sparzwang und plant laut Presseberichten bis 2026 den dauerhaften Abbau von 36 Professuren in fast allen Fachbereichen. Die beiden Fachbereiche Katholische und Evangelische Theologie sollen 6 ihrer insgesamt 25 Professuren verlieren. Die neue Islamisch-Theologische Fakultät soll von den Sparmaßnahmen ausgenommen sein.
Dazu der wissenschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Dr. Hartmut Beucker: „In Deutschland können bekenntnisneutrale islamwissenschaftliche Studiengänge an 24 Hochschulstandorten belegt werden, darunter in Nordrhein-Westfalen in Bochum, Bonn, Köln und Münster. Mit der neuen Islamisch-Theologischen Fakultät will die Landesregierung jedoch eine Institution unterstützen, die einen sogenannten aufgeklärten, weltoffenen Islam befördern und entsprechende Imame und Lehrer für bekenntnisorientierten Islamunterricht ausbilden soll. Im Beirat sind allerdings drei Vertreter muslimischer Verbände aktiv, die keineswegs als liberal gelten: die DITIB, der Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland sowie der Zentralrat der Muslime in Deutschland e. V. Eine 2025 veröffentlichte Studie zu den Einstellungen angehender Religionspädagogen in Münster hat zudem teils bedenkliche Ergebnisse bzgl. Antisemitismus und Scharia-Befürwortung zutage gebracht.
Es ist nicht hinzunehmen, dass die Landesregierung in eine solche Institution investiert. Es gilt, unsere deutsche, jüdisch-christlich geprägte Leitkultur zu bewahren und einer weiteren Islamisierung unseres Landes entgegenzuwirken.“