Wie alle politischen Parteien ist auch die AfD verpflichtet, einen ordentlichen Bundesparteitag abzuhalten. Dass die größte Oppositionspartei in Deutschland diese ihr aufgetragene demokratische Aufgabe wahrnimmt, will die Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di NRW laut Medienberichten verhindern.
Der Landesverband ruft zu Protesten gegen den AfD-Bundesparteitag in Erfurt auf. Skandalös ist allerdings nicht nur der Aufruf an sich, kritisiert Dr. Martin Vincentz, Vorsitzender der AfD-Fraktion NRW:
„Ein Bündnis aus linksradikalen Gruppen plant, den AfD-Bundesparteitag gezielt zu stören. Dazu fahren eigens Busse aus NRW nach Erfurt, diese Fahrten werden laut Medienrecherchen von Ver.di erstattet.
Der Griff in die Gewerkschaftskasse zur Behinderung einer legitimen Opposition ist nicht nur unter rechtlichen Gesichtspunkten mehr als fragwürdig, er ist vor allem auch antidemokratisch. Zudem entfremdet sich die Gewerkschaft damit immer weiter von ihren Mitgliedern, welche sich zur Wahrung eigener Interessen an der Wahlurne immer öfter für die AfD entscheiden.
Ver.di wäre insbesondere in NRW gut beraten, sich wieder auf ihre eigentliche Aufgabe zu konzentrieren: die Schaffung gut bezahlter und zukunftssicherer Industriearbeitsplätze. Dieses Ziel ist nur mit statt gegen die AfD zu erreichen.“